die ultimative jahresendliste: 2017er edition

pferde und reiter in zeeland

gereist nach: darmstadt, frankfurt am main, speyer, bad dürkheim, zeeland, stuttgart.
gegessen: avocado-brot, hummus, burger mit sweet potato fries, kibbeling, tapenade, tony’s chocolonely, pizza, plätzchen, einstandskuchen, roti, halbgare muscheln (nicht zu empfehlen).
getrunken: schwarzen kaffee, club mate granatapfel, pfefferminztee, welde naturradler, holländischen apfelwein in het baken, nachtwandale im taproom, apfelweinschorle bei bembel with care, selbstgemachten mojito at the moxy, abgestandenen sekt.
gehört: musik quer durch die genres und jahrhunderte aus peters büro und die monatlichen favorites.
gelesen: the new yorker, t3n, w&v und das hier.
geschaut: big little lies, master of none, the marvelous mrs. maisel, game of  thrones, star wars: the last jedi, der wein und der wind, reign, the last kingdom, orange is the new black, how to get away with murder, how i met your mother (endlich von vorne bis nach hinten), lost, the voice of germany, nachrichten.
gelaufen: zu straßenbahnhaltestellen und bahnhöfen, die lange rötterstraße entlang, zum rathaus, aufs speyerer altpörtel hoch, durch museen, durch die vogelstang, zur multihalle, durch holländische naturschutzgebiete, querfeldein im nieselregen durch deichgebiet, kilometerlang den nordseestrand hoch und runter.
gelegen: auf der couch, in einem müffeligen doppelbett in baken 120, auf frau langes alter matratze im stuttgarter westen, in einem hotelbett mit rheinblick.
gesessen: am schreibtisch. in der straßenbahn. in einer darmstädter kirche. beim görtz. auf sonnigen parkbänken hinter altenheimen. bei 30° im kosmetikstudio kleopatra, um einem cellisten mit seiner loopstation beim weihnachtsliederspielen zuzuhören. im theater. in der commerzbank- und sap-arena.
geschwommen: gar nicht. grmpf.
gefahren: mit andrea zu konzerten, auf der a4 vorbei an den bäumen des jahres,
gerannt: ganz bewusst nur ein mal, um die 2 am alten messplatz zu erwischen.
gesungen: mit lauren denitzio zu ihrem cover von robyns „hang with me“, mit coldplay in der commerzbank arena, mit laura schlager der 50er jahre.
gemacht: einen schritt in die selbständigkeit. den ersten richtigen wegfahr-urlaub seit 4 jahren. eine weiterbildung zur online marketing managerin.
geweint: vor lachen.
gelacht: über günther und anton und anouki. mit andrea, shidhartha und franzi
getroffen: allman brown und seinen gitarristen, julien baker, lauren denitzio, eine strahlende anna baer, die tollen menschen, die das golden leaves festival organisieren, baristas und café-inhaber, nach 5jähriger pause endlich wieder alte kommilitoninnen aus freiburg ♥
getanzt: im basf feierabendhaus.
gestanden: an straßenbahnhaltestellen, an bahnhöfen, in der küche. an einer autobahnraststätte bei aachen.
verloren: motivation, passwörter.
gewonnen: 3 mal im lotto (aber nur kleine beträge), neue freunde, liebe und zuneigung.
beste momente: die offiziellen und inoffiziellen instameets in mannheim und speyer, die vorweihnachtswoche mit den vielen guten nachrichten zum jahresende.
schlimmste momente: die tatsache, im trott gefangen zu sein. alles, was mit trump und der afd in verbindung steht.
beste konzerte: super flu mit dem ntm-orchester, anne marie, julien baker, allman brown, mighty oaks, giant rooks.
zum ersten mal: einen kurs an der vhs ludwigshafen gegeben. car-sharing ausprobiert.
zum letzten mal: maxdome benutzt.
was neu war: die 4-tage-woche in der agentur und der 1 extra tag für meine projekte. die realisierung, dass ich mir in den letzten 3 jahren in der region einen ruf erarbeiten konnte. who knew? (not me.)
was blieb: die mähne, die zukunftsungewissheit.
was gut war: die dämpfer. das weitermachen. das zähnezusammenbeißen. die aussicht.
was ich mir für das nächste jahr wünsche: weniger stress, weniger chaos, weniger zweifel. mehr motivationen für wochenendtrips, mehr budget für einen urlaub in thailand, mehr weiterbildung in sachen fotografie, mehr platz für mich.

[20162015 | 2014 | 2013]

 

2017er lektüren.

[2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2011]

2016er musik.

[2015 | 2014 | 2013}

2016er lektüren.

[2015 | 2014 | 2013 | 2011]

throwback zurück zum jahresanfang.

es ist sonntag, der 10. januar, früher nachmittag. ich bin um acht aufgestanden, kurz nachdem günther von der nachtschicht nach hause kam. habe ein glas grapefruitsaft getrunken und kalte tortellini mit lidl-pesto zum frühstück gegessen, wie so ’ne richtige erwachsene. eigentlich sollte ich an der masterarbeit werkeln; stattdessen sitze ich in meinem halb aufgeräumten zimmer und schreibe wörter in die zukunft.

nach weihnachten habe ich von s. ein verspätetes geburtstagsgeschenk bekommen, ein kleines, dünnes braunes heftchen, das gedichte und texte von warsan shire beinhaltet. teaching my mother how to give birth heißt es, ich hatte es auf meiner wunschliste. ich mag shire, weil ihre worte so pointiert sind, unprätentiös und krude und rauh, weh tun, manchmal, einen an dunkle plätze bringen. und dann gibt’s da ein paar sätze, die klingen wie eine aussöhnung mit dem was sein sollte und irgendwie doch nicht war, mit dem was passiert und nicht passiert ist.

2015 habe ich unbefriedigt beendet, weil ich so gar nichts gebacken bekommen habe. ein doofes gefühl. ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich diesen masterabschluss packe, mit dem – so erscheint es mir zumindest – alles steht und fällt. es fehlt so wenig, ich bin so kurz vorm ziel. die familie fragt mich ständig, welche berufe ich in erwägung ziehe. ich bin bislang die erste und einzige, die nach der schule zur uni gegangen ist. werde mit stirnrunzeln angeschaut, sehr kritisch, wenn ich von meinen optionen erzähle, was ich gerne machen möchte, immer sehr hoffnungsvoll und doch realistisch. warum ich dann das, was ich studiert habe, überhaupt studiert habe, wird mir entgegengesetzt. es ist wohl nicht ganz einfach zu verstehen, warum irgendein mensch aus reiner neugier, spaß an wissenszuwachs und erkenntnisinteresse ein ziel verfolgt. nun ja.

sich nicht runterziehen zu lassen von so vielen kleinen dingen ist ziemlich schwierig, aber ich arbeite daran. shires worte habe ich mir jedenfalls in mein buch gepinselt, als wunsch für 2016. es kann ja nur besser werden.

die ultimative jahresendliste: 2015.


gereist nach: haßloch, ellerstadt, dortmund, ludwigshafen, berlin.
gegessen: tk-pizza, tütensuppen, sushi, schawarma.
getrunken: kaffee mit vollmilch, sojamilch, kondensmilch. glenkinchie und guinness. grüntee. pfälzer wein und gin tonic. welde no. 1.
gehört: florence & the machine, adele, hozier, mumford & sons, the new basement tapes, ed sheeran, belle & sebastian.
gelesen: das hier. plus linguistische aufsätze zu internetbasierter kommunikation, hashtags, transferphänomenen, deiktischen infinitiven. zur korrektur auch diverse doktor- und masterarbeiten.
geschaut: transparent, game of thrones, modern family, grimm, friends, schwiegertochter gesucht, naturdokus. der hobbit, herr der ringe, star wars. es war sehr viel fantastisches dabei.
gelaufen: mehr als letztes jahr dank schrittzähler und ansporn.
gelegen: auf der neckarwiese, in vier-sterne-hotelbetten, einem biedermeier-sofa im prenzlauer berg. meistens aber doch im eigenen bett. <3
gesessen: am schreibtisch, im kolloquium, im zug, im hagestolz, auf dem sofa mit der mitbewohnerin.
geschwommen: im silbersee, mit hund bei 39° im schatten. das war super!
gefahren: s-bahn, tram, bus, regionalexpress, ice. sehr wenig auto.
gerannt: nie. siehe 2014: nur net huddle!
gesungen: mit steffi auf der a4 und a9.
gemacht: alles und irgendwie doch nichts. fotos. bekanntschaften. schritte nach vorne.
geweint: wegen des studiums. und jon snow.
gelacht: mit den freunden und freundinnen. und über minions.
getroffen: alte schulfreunde. neue kollegen, ganz viele mädchen von 6-18 jahren. nathalie emmanuel, rory mccann, jason isaacs, sylvester mccoy, manu bennett, laurie holden, stephen lang, william baldwin, stanislaw janewski. hunderte von deutschlernern. wunderbare menschen durch instagram aus deutschland, china, indien, australien, tadschikistan, hong kong, den usa, der türkei – einige sind mittlerweile richtige freunde in der offline-welt.
getanzt: viel zu wenig.
gestanden: auf bahnsteigen, in messehallen, in museen, in aufzügen, in der fotoschlange für rory und nathalie.
verloren: motivation und disziplin, und zwar länger als mir lieb war. kraft und nerven.
gewonnen: freunde, bekannte, gelegenheiten zum schreiben
beste momente: als mir jason isaacs anekdoten von den harry-potter-sets erzählte. als rory mccann in der hotelbar des radisson blu dortmund seine mundharmonika auspackte und später schnulzen am piano sang. die frühstücke mit den freundinnen. als frau tölke während des katalanistentags drei tage bei mir gewohnt hat. die gespräche mit meinen mädels im mädchentreff, wenn sie mir über ihre familien und kulturen erzählt haben.
schlimmste momente: als wir alle kurz dachten, dass ich einen gehirntumor hätte (entwarnung!). die gespräche mit den eltern, die nichts brachten. die ewigen wartereien und damit einhergehende ungewissheit über finanzielle angelegenheiten wegen irgendwelchen uni- und stadtverwaltungen. jedes mal, wenn mich jemand fragte, was ich nach dem studium machen werde. ach ja, und dann noch projekt-, korpus- und masterarbeit.
lustigste momente: siehe beste momente.
bestes konzert: mumford & sons in der berliner waldbühne.
zum ersten mal: einen rettungshundeignungstest fotografiert, ein instameet organisiert, beim endokrinologen gewesen, auf der comic con gewesen, selbst interviewt worden, einen takeover bei instagram machen dürfen, norwegisch gelernt, für mawayoflife geschrieben.
zum letzten mal: eine klausur geschrieben, ein referat gehalten, studiengebühren bezahlt.
was neu war: der gedanke, dass ich jetzt nicht mehr mitte, sondern ENDE zwanzig bin.
was blieb: die schockstarre in allen uni-angelegenheiten, da stehe ich mir ganz oft selbst viel zu sehr im weg. die angst um die ungewissheit der zukunft. die panik, nach dem abschluss erst mal keinen job, sondern hartz iv zu bekommen.
was gut war: eigentlich alles. bis aufs studium. zeit, dass es rum ist!
was ich mir für das nächste jahr wünsche: endlich einen masterabschluss in der tasche zu haben, einen job zu finden, der gleichzeitig interessant und angemessen bezahlt ist, zur ruhe zu kommen, mehr zu reisen.

[2013 | 2014]

2015er musik.

begonnen hat das jahr mit „everything goes my way“ von metronomy, was zurückblickend mehr als ironisch ist, weil 2015 eigentlich gar nichts so wurde, wie ich es ursprünglich geplant hatte. whatevs. es war wieder ein sehr poppiges jahr, und wie im letzten jahr berufe ich mich auf eine statistik von spotify. die ist zwar nach wie nicht vollständig repräsentativ, weil sie nur die musik erfasst, die ich am computer gehört habe, aber die tendenzen, die dort aufgezeigt werden, weisen in die richtige richtung.

13 000 minuten musik habe ich gehört, das sind umgerechnet 2015 stunden oder 9 volle tage. 1237 künstler und künstlerinnen mit 2209 liedern passen in 9 tage. die frauen geben dabei den ton an: sowohl in der top 5 meiner meistgehörten musiker, der meistgehörten alben als auch der meistgehörten songs finden sich ausschließlich künstlerinnen. (wen’s interessiert, von oben nach unten: florence & the machine, adele, julieta venegas, ingrid michaelson, shakira. how big, how blue, how beautiful, limón y sal, 1000 forms of fear, lights out, dónde están los ladrones. [hier fehlt eindeutig adele, die ihre musik nicht auf der streaming-plattform hat, und die ich die letzten tage und wochen pausenlos auf schallplatte rauf- und runterlaufen ließ.] hello, limón y salchandelierdelilah, top of the world.)

wen ich in welcher jahreszeit am liebsten gehört habe, kann man sich auch anzeigen lassen, das hänge ich euch unten an. der vollständigkeit halber liste ich euch an dieser stelle aber lieber nochmal alle playlisten aus 2015 gebündelt auf. vielleicht habt ihr zwischen den jahren ein wenig zeit und lust, euch das zu gemüte zu führen.

[2008 | 2009 2013 | 2014]

Weiterlesen „2015er musik.“

ich so 2015.

selfies sind eine ganz schlimme plage, egal von wem. aber irgendwie machen es trotzdem alle, oder? mein lieblingsselfie ist übrigens das vorletzte, aufgenommen auf der toilette der westfalenhalle 3b.

[2013 2014]

herr mond.

wann ich das letzte mal zum mond hinauf geschaut habe, weiß ich genau:

es war der 5. november 2015, 6.45 uhr, und ich stand vorm mannheimer hauptbahnhof. die s-bahn richtung eltern wollte ich nehmen, weil die mutter an diesem tag ein jahr älter wurde. auf dem bahnhofsvorplatz hielt ich inne. über mir herbstlichte bäume, laut krächzende rabenscharen, das morgengrauen, das kein grauen war an jenem donnerstag, sondern malerisch blau und gelb und weiß wie aus dem tuschekaschen. und eben er, der mond. ganz leise.