im feuilleton der aktuellen ausgabe der zeit steht ein text über asaf. gut finde ich das; asaf in aller munde (und in allen ohren), aber gleichzeitig finde ich das auch ganz, ganz furchtbar schrecklich.

die erste, die mir von asaf erzählt hatte, war katka; damals, als wir in ihrer geburtstagsnacht nach dem feiern vom eixample an der estació de sants vorbeischlurften, zurück in die carrer d’alpens, wo ich die eingefrorene kartoffelsuppe aufwärmte. knapp sechs monate später stand ich im münsteraner gleis 22 in der ecke hinten links, machte große augen ob dessen, was da auf der bühne zu sehen war und hielt mich an meinem bier fest. gitarre in der hand: ein typ in jeans und schwarzem tank top [tank tops gehen gar nicht. nur bei asaf. und jordi. aber der kann auch lidschatten, spitzentop, stulpenmitaines, vokuhila und federboa auf einmal. herzchen!] 

avidan singt eigentlich nur sich selbst vor, schreibt tina pauer; sing like there’s nobody watching, quasi. gerade deswegen ist das ganze ja auch so gut, so echt. schwarzweißes lomokino sind diese eineinhalb stunden mit asaf und den mojos in meiner erinnerung. asaf mit der gitarre und halboffenen augen, bei jedem song auf einer anderen parallelebene und trotzdem hier. nach dem konzert gab ich die leere bierflasche ab, stieg ins auto und fuhr die 540 km zurück nach freiburg. draußen rabenschwarze nacht, drinnen the reckoning, aber in der 2008er version von telmavar records, nicht in der 2012er von columbia, die zusätzlich noch diese kaum aushaltbare version von „reckoning song“ beinhaltet, auf sämtlichen stationen hoch und runter laufend. „a ghost before the wall“ war von anfang an mein favorit; aber dies nur am rande.

sehr überzeugt von asaf war ich zu diesem zeitpunkt; so sehr, dass ich am liebsten in alle welt hinaus geschrien hätte: kauft dieses album! holt euch tickets! you’ll thank me later! hab ich nur nicht.

denn irgendwann gehörten seine lieder nicht mehr nur ihm selbst, sondern auch mir. bereitschaft zum teilen mit den nichtmitgliedern des geheimtippclubs gab es, wenn überhaupt, nur sehr wenig. so schön war es, im dunklen zimmer asaf zu lauschen, mit den kopfhörern auf den ohren; er nahm einen mit in seine parallelwelt und niemand wusste von unserem heimlichen getaway. [gleiche problematik betrifft übrigens auch die musik von kristian – psst!]

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