vom 12. bis zum 20. juni 2015 finden am nationaltheater mannheim die 18. internationalen schillertage statt, yeah! das wird super. und noch supererer, weil wir von mannheimgram bei zwei transmedialen #schiller2go-events die fantastische möglichkeit haben, uns mit anderen internetmenschen auf die spuren schillers in mannheim zu begeben:

#schiller2go #walk
mittwoch, 10. juni, 18.00 Uhr, treffpunkt benjamin franklin village / platz der freundschaft 

nach exklusiver führung und besuch der festivalspielorte auf dem benjamin franklin village fahren wir in die mannheimer city und treffen unseren persönlichen schiller-guide, der uns zu (un-) bekannten orten schillers führt – mit vielen anekdoten und bildmotiven. wenn es dunkelt, lockt das ntm mit einem blick hinter die kulissen, in den bunker und zu einem kurzbesuch der endprobe für die neuinszenierung von schillers die räuber. (ich sag nur calixto bieito! ein fangirl hier.) zum ausklang lädt die theaterkneipe casino mit einem #schiller2go-drink und viel nostalgie an den wänden ein.

#schiller2go #music
montag, 15. Juni, 20.00 Uhr, treffpunkt theatercafé / goetheplatz
schill-out spezial intime konzerte für stadtnomaden

an 10 locations finden ganz unterschiedliche, intime konzerte statt – und wir sind mitten drin und wandern von einem zum nächsten! ob in der ballettschule, bei der rentenversicherung, im hundeshop, wohnzimmer, beim friseur oder wieder zurück in der fahrschule: diese einmaligen orte gekoppelt mit toller live-musik und fettem sound bieten die kulisse für spannende bilder und geschichten. raus damit ins netz für alle, die keinen platz mehr ergattern konnten oder zu weit weg sind. im anschluss feiern wir gemeinsam im theatercafé mit dem lieben spaceman spiff. (wer sonst noch für uns musiziert steht hier.)

möchtest du mitkommen, -erleben, -laufen, -zuhören und -teilen?

dann laden wir dich sehr gerne dazu ein. einzige voraussetzung: du bist online als blogger, tweeter, instagramer aktiv. die teilnahme ist kostenlos. achtung: die teilnehmeranzahl ist begrenzt, eine anmeldung daher erforderlich. bis zum 3. juni 2015 könnt ihr euch unter angabe des events (ihr könnt auch an beiden teilnehmen) sowie eurem benutzernamen bzw. einem link zu eurem/n online-auftritt/en anmelden, und zwar  

bei erfolgreicher anmeldung erhaltet ihr eine bestätigung und weitere infos. bei fragen dürft ihr euch natürlich auch gerne an uns wenden.

schillert mit! wir freuen uns auf euch!

[diese info darf übrigens weiterverbreitet werden mit den hashtags #schiller2go, #walk bzw. #music, #schillertage und auf instagram zusätzlich mit #instameetmannheim und natürlich #mannheimgram. alle infos findet ihr neben unseren mannheimgram-accounts auf instagram und facebook auch auf twitter @NTheaterMA sowie der facebook-seite des nationaltheaters. schaut vorbei!]

giraffen getragen (und poop-emojis).

schwarzes sesameis gegessen.

die süßeste post von ever und willa bekommen. ♥

alte negative ausgegraben, die noch in abzüge umgewandelt werden wollen. hallo, atlantik!

nicht nach wien/zu steffi und katka/zum esc gefahren. danke gdl-streik. not.

stattdessen kurz auf dem maifeld derby bei and the golden choir, gisbert zu knyphausen und josé gonzález vorbeigeschaut. ein sehr gutes trostpflaster.

mein neumodisches hobby instagram führte mich im april nach frankfurt am main. die frankfurter gang um martin und stefanie hatte in kooperation mit dem städel museum ein einzigartiges event für 25 menschen aus dem internet auf die beine gestellt, das den thematischen fokus auf monet und die geburt des impressionismus gesetzt hatte. genau so heißt nämlich auch die große (und bis zum 28. juni 2015 verlängerte) sonderaustellung, die frankfurt gerade zum impressionistischen zentrum der welt macht. dass auch ich an dem event teilnehmen durfte, hat mich in besonderem maße gefreut, denn seit diesem einen seminar über amerikanische kunst im freiburger bachelorstudium kann ich mir mich als kunsthistorikerin in einem paralleluniversum sehr gut vorstellen. ich hatte mich trotz allem noch nie wirklich intensiv mit der impressionistischen kunst auseinandergesetzt, also war diese einladung geradezu prädestiniert. außerdem konnte ich mit einem ausflug nach hessen gleich zwei fliegen mit einer klappe schlagen und m. besuchen, die seit anfang des jahres in frankfurt weilte.

käffchen und kuchen am mainufer mit m. (obligatorisches lebensmittelfoto. aus gründen, und so.)

käffchen und kuchen am mainufer mit m. (obligatorisches lebensmittelfoto. aus gründen, und so.)

m. setzte mich nach einem gemeinsamen nachmittag wieder am hauptbahnhof ab, wo ich mich am frühen abend mit den frankfurter igers sowie mit drei damen vom städel und pascal, einem jungen kunstvermittler, traf. und, mann oh mann, kunst vermitteln kann pascal wirklich! er hat uns nicht nur spannend und anschaulich erklärt, was es mit monet und dem impressionismus auf sich hat, er hat uns auch (im wahrsten sinne des wortes) da abgeholt, wo wir standen, und unterhaltsam und gekonnt immer wieder den bezug zum web 2.0 und zu instagram hergestellt. nach kurzen kunsthistorischen einführungen von pascal bekamen wir die aufgabe aufgetragen, so zu fotografieren, wie monet und die impressionisten gemalt hatten. ob eine derartige umsetzung überhaupt möglich war, wussten alle – inklusive pascal – anfangs nicht. einen versuch war es trotzdem wert. alla hopp.

wir schwärmten also aus und erkundeten den frankfurter hauptbahnhof, denn monet hat nicht nur pastellige seerosen gemalt, sondern auch urbane landschaften festgehalten. licht und schatten interessierten ihn. und, ganz im impressionistischen sinne, das darzustellen, was sich zwischen dem künstler und dem objekt befindet: die atmosphäre. den frankfurter bahnhof hat monet nicht auf einer leinwand festgehalten, aber beispielsweise den von saint-lazare. bahnhöfe waren damals nicht nur tore zu den außerordentlich schnell wachsenden städten, sondern auch orte, an denen man den fortschritt mit eigenen augen bestaunen konnte. man löste vielleicht ein ticket und gehörte somit der priviligierten in-group an, die sich einen fahrschein in die natur leisten konnte, man flanierte die bahngleise entlang, wollte sehen und gesehen werden. der frankfurter bahnhof war zu monets zeiten (und bis zum bau des leipziger pendants) der größte bahnhof europas – und damals wie heute, so späßelte jedenfalls pascal, die bühne für “eine freak-show”.

die breite kaiserstraße, die als ehemalig exklusivste straße frankfurts an die französischen boulevards erinnert haben musste, steht heute ganz unter dem zeichen old meets new. elemente aus dem art nouveau, in dessen stil auch der bahnhof gebaut ist, lassen sich in der architektur der gebäude wiederfinden, hinter denen gigantische, verspiegelte wolkenkratzer hervorragen. die beschleunigung des modernen lebens ließ sich hier ebenfalls an vorbeihetzenden menschen beobachten. manche hatten es so eilig, dass man sie auf den bildern nur noch als verschwommene gestalten wahrnimmt.

der nächste halt führte uns an den main, genauer nach nizza. richtig gelesen, wie das nizza in frankreich! in frankfurt besteht es aus einem park, in dem es wunderbar blumig duftet und blüht, und der zum lustwandeln und verweilen einlädt. danke, mediterranes mikroklima! hier näherten wir uns den bildern monets, die der ottonormalverbraucher wohl am ehesten kennt: denen aus giverny. das spiel von licht und schatten, vor allem in form von reflektionen, galt es auch hier einzufangen.

einmal über den holbeinsteg geschlendert waren wir quasi auch schon am städel angelangt, wo wir nach kassenschluss von pascal durch die leere ausstellung geführt wurden. ein wirkliches privileg, zumal das städel, wie pascal uns erzählte, eine besucherquote von ungefähr 4000 personen am tag hat. und wir durften zusätzlich sogar noch in der ausstellung fotografieren! das darf sonst niemand. es war unglaublich toll, die mir nur aus büchern bekannten kunstwerke von monet, degas, courbet und konsorten endlich auch einmal “live” zu erleben und obendrauf sogar noch von pascal “vermittelt” zu bekommen. spätestens als ich vor dem gemälde von mary cassatt stand und mich an meinen kunstgeschichtskurs erinnerte, hatte sich der kreis geschlossen (mrs walker! many greetings! this is oil on canvas! completed in 1880! [i’d love to say i still remembered these facts. i didn’t. thanks anyway, mrs walker, for having jumpstarted my love for art.])

aber das tüpfelchen auf dem i? die beiden werke, welche die geburt des impressionismus darstellen, nebeneinander zu sehen. zum einen “das mittagessen“: im besitz des städels, lebensgroß und mit trivialem inhalt, ein affront gegen die etablierte kunstwelt und den pariser salon. zum anderen “la grenouillère“: wird vom metropolitan museum of art eigentlich nie verliehen, wurde aber dennoch für viele, viele, viele euro von new york extra für die ausstellung nach frankfurt gebracht. (ein tolles geburtstagsgeschenk zum 200sten!) nicht das zentrum des bildes ist hier wichtig. vielmehr liegt der fokus auf den reflektionen im wasser. den “verlust der mitte” nennt pascal das. was von bedeutung ist: nicht die realität selbst, sondern ihre spiegelung.

monet, ey.

the original hipster.

filtert die realität genauso wie wir instagramer, wenn wir bilder hochladen.

die anschließende party namens club monet, für die das städel seine türen wieder öffnete, habe ich nur kurz bei eine apfelschorle genießen können – der zug zurück nach mannheim wartete auf mich.

herzlichen dank an pascal, das team vom städel, und die frankfurter igers für das einmalige erlebnis! ich zehre jetzt noch von den impressionen (ha!), und den wunderbaren begegnungen mit orten, gebäuden, kunstwerken und menschen.

[alle bilder dieses instameets sind zu sehen unter #igersfrankfurt_staedel. einen weiteren bericht findet ihr außerdem auch auf dem blog des städelmuseums.]

die stärkste frau der welt gefeiert. danke für alles, mama!

mich über die 19-uhr-abendsonne auf dem nachhauseweg gefreut.

anouk und bertils doppelgänger an der straßenampel gesehen.

mich gefragt, wie ich mit so wenig zeit mein studium noch zu ende bringen kann. antwortvorschläge?

auf die andere rheinseite gelaufen.

zu lichtershow, synchronschwimmen und jazz im herschelbad eingeladen gewesen.

weiße tulpen im öffentlichen raum für gut befunden.

mich über ballons an straßenbahnhaltestellen gefreut.

die gute kamera ausgepackt.

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